KI in der Produktion unterstützt bei industriellen Anwendungen wie der Fehlererkennung, Prozessüberwachung, vorausschauenden Instandhaltung, Qualitätsprüfung und datenbasierten Entscheidungsfindung. Während die Anwendung den konkreten Einsatzkontext beschreibt, muss das zugrunde liegende KI-System nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch Anforderungen an einen sicheren, nachvollziehbaren und normgerechten Einsatz erfüllen. Bleibt das KI-System für Verantwortliche und Betreiber eine „Black Box“, können Diskussionen im Audit und Vertrauensverlust bei Qualitätsproblemen mit Kunden die Folge sein.
In diesem Seminar erfahren Sie, KI-Systeme in der Produktion nachvollziehbar zu bewerten. Sie erhalten einen kompakten, praxisnahen Überblick über die relevanten Normen, Standards und regulatorische Anforderungen. Zudem lernen Sie, wie sich Datenqualität, Leistungsfähigkeit, Robustheit, Erklärbarkeit und Risiken zuverlässig beurteilen lassen und wodurch das Vertrauen in KI-Systeme gestärkt wird.
Nach DIN SPEC 92001 stehen vor allem drei übergeordnete Qualitätsmerkmale im Mittelpunkt: Funktionalität/Leistung, Robustheit und Verständlichkeit. Für die Produktion bedeutet das: Ein KI-System muss seine Aufgabe fachlich korrekt erfüllen, unter realen Produktionsbedingungen stabil bleiben und seine Ergebnisse so liefern, dass sie geprüft, bewertet und verantwortet werden können.
Ein KI-System in der Produktion muss mehr leisten als nur gute Vorhersagen. Entscheidend ist, dass es unter realen Produktionsbedingungen zuverlässig, technisch robust, erklärbar, sicher und dauerhaft überwachbar arbeitet sowie prozessfähig integrierbar ist. Qualität bedeutet hier nicht nur eine hohe Trefferquote, sondern die nachweisbare Fähigkeit, unter realen Produktionsbedingungen stabile und verantwortbare Ergebnisse zu liefern.
Die technische Bewertung von KI-Klassifikationssystemen erfolgt vor allem über die Konfusionsmatrix und daraus berechneten Leistungsmetriken wie Accuracy, Precision, Recall, F1-Score, Spezifität und weitere. Hinzu kommen komplexere Methoden wie die Receiver Operator Characteristic (ROC) und die Bestimmung der Area Under Curve (AUC).
Die Validierung von KI-Klassifikationssystemen erfolgt mit unabhängigen Testdaten, dabei wird die Robustheit und die Leistung zur Fehlerklassifikation bewertet. Für die Produktion ist besonders wichtig, nicht nur die Gesamtgenauigkeit zu betrachten, sondern gezielt zu prüfen, ob kritische Fehler zuverlässig erkannt und Fehlalarme beherrschbar bleiben.
Die größten Risiken bei der Vertrauensbildung in KI-Systemen sind:
In der Produktion sollte Vertrauen deshalb immer durch technische Validierung, Prozessintegration und menschliche Kontrollmechanismen abgesichert werden.
1. Grundbegriffe und funktionaler Aufbau von KI-Systemen verstehen
2. Datenqualität sicher bewerten: Anforderungen an Betriebs- und Trainingsdaten
3. Qualitätsanforderungen an KI-Systeme aus aktuellen Normen ableiten
4. Vertrauen in KI-Systeme schaffen: normative Methoden und Nachweise
5. Klassifikationsmodelle bewerten: Konfusionsmatrix, Kennzahlen und Leistungsmetriken
Welchen Nutzen Sie vom Seminar " KI-Systeme im Produktionsumfeld normgerecht bewerten und einsetzen" haben, sehen Sie hier auf einen Blick.
Fach- und Führungskräfte, Qualitätsmanager, Qualitätssicherer, Qualitätsplaner, Prozessverantwortliche und Auditoren, welche die Qualitätsanforderungen an KI-Systeme im Produktionsumfeld verstehen wollen.
Dieses Seminar eignet sich für die Rezertifizierung im Bereich Qualitätssicherung.
Fragen zu unseren Online-Trainings und den Technischen Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Online-Training finden Sie hier in unseren FAQs.
Digitale Trainings-Unterlagen (PDF)
| Termin(e) | Informationen | Preis | Aktionen |
|---|---|---|---|
|
Online
ET KISP2602 |
690,– €
|
|
|
Online
ET KISP2701 |
720,– €
|
|
|
Online
ET KISP2702 |
720,– €
|
|
|
Online
ET KISP2703 |
720,– €
|
|
|
Online
ET KISP2704 |
720,– €
|