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Lehrgang – Angewandte Statistik für Wirtschaft, Industrie und Technik (QII)
Statistische Zuverlässigkeitsanalyse

Zuverlässigkeit ist Qualität auf Zeit. Ein Produkt soll nicht nur beim Auspacken Freude machen, sondern seinen Zweck über einen längeren Zeitraum erfüllen. Dies gilt auch und insbesondere für sicherheitsrelevante Produkte. Daraus resultiert die Aufgabe des Zuverlässigkeitsmanagements, Kundenforderungen zur Haltbarkeit und Verlässlichkeit in technische Spezifikationen zu überführen und deren Einhaltung sicherzustellen. Der DGQ-Statistiker für Zuverlässigkeitsanalyse ist der Experte, der mit Fachbegriffen und Kenngrößen der Zuverlässigkeit souverän umgeht, Zuverlässigkeitsprüfungen plant und deren Ergebnisse ebenso sicher analysiert wie Felddaten aus Gewährleistung und Garantie.

Ihr Nutzen

• Sie entwickeln wirkungsvolle Prüfstrategien.
• Sie interpretieren Zuverlässigkeitsdaten aus Labor und Feld und werten sie korrekt aus.
• Sie berechnen die Zuverlässigkeit überschaubarer Systeme richtig.

Nach Besuch des Lehrgangs werden Sie typische Fragen beantworten können, die im Rahmen des Zuverlässigkeitsmanagements auftauchen:
  • „Unser Kunde fordert von unseren Produkten eine Ausfallrate unter einem ‚Kilofit‘. Wie kann ich das nachweisen? Wie viele Teile muss ich dafür wie lange prüfen?“
  • „In meinem Aufgabengebiet werden neben Dauerschwingversuchen auch Zug- und Druckversuche, Kerbschlagbiegeversuche und andere zerstörende Werkstoffprüfungen durchgeführt. Die Daten daraus soll ich jetzt einer Weibullanalyse unterziehen. Wie geht das?“
  • „Mein Chef erwartet von mir die Angabe von ‚MTBF-Werten‘ für all unsere Produkte. Was ist das? Ist die Forderung sinnvoll? Und was tue ich, wenn nicht?“
  • „In den technischen Spezifikationen unserer Zulieferer wimmelt es von Kenngrößen wie der ‚mittleren Lebensdauer‘, der ‚Lebenserwartung‘, der ‚charakteristischen Lebensdauer‘ oder der ‚zuverlässigen Lebensdauer‘. Was bedeuten sie? Was sind die Unterschiede? Wie hängen sie zusammen?“
  • „In der Lebensmittelindustrie ist die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) Pflicht. Wie kann ich die die Mindesthaltbarkeitsdauer valide ermitteln?“
  • „Mein Kunde hat für unsere elektronischen Produkte die Angabe einer Ausfallrate ‚mit einer Unsicherheit von ± 20% bei einem Konfidenzniveau von 80%‘ gefordert. Kann ich das erfüllen? Wie müsste die Prüfung dafür aussehen?

Teilnehmer

Produkt- und Prozessentwickler, Lebensmitteltechnologen, Risikomanager, Qualitätsexperten, Betriebsverantwortliche, Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung, Testteamleiter, Verantwortliche für Gerätefreigabe, Werkstofftechniker und Qualitätsexperten aus Unternehmen der verarbeitenden und produzierenden Industrie sowie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie

Inhalte

• Begriffe der Zuverlässigkeit nach IEV 192
• Zuverlässigkeitsmanagement nach DIN EN 60300-1
• Zuverlässigkeitsforderungen
• Modell der Exponentialverteilung
• Zuverlässigkeitsprüfung bei Exponentialverteilung
• Weibull-Verteilung mit zwei und drei Parametern
• Auswertung im Lebensdauernetz
• Rangregression nach VDA 3.2 und DIN EN 61649
• Systemzuverlässigkeit – Blockschaubilder nach DIN EN 61078
• Zuverlässigkeitshochrechnungen bei multipler Zensierung und Raffung der Prüfung

Besondere Hinweise

Sie benötigen keine teure Spezialsoftware, denn wir stellen Ihnen Excel-Tools zur Verfügung, mit denen Sie Lebensdauer- und Zuverlässigkeitsdaten einfach handhaben können. Praxisbeispiele und Gruppenarbeiten bringen Ihnen die Anwendung der statistischen Methoden der Lebensdauer- und Weibullanalyse nahe.
Keine Angst, wenn die Mathematik der Sekundarstufe schon etwas länger zurückliegt: Erforderliche Berechnungen mit Logarithmen und Potenzen unter Verwendung eines Tabellen-Kalkulationsprogramms werden im Lehrgang geübt. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, Ausfalldaten aus Ihrer Arbeitspraxis zum Lehrgang mitzubringen, um gemeinsam mit den Lehrgangsteilnehmern und dem Trainer die Auswertung und Beurteilung vorzunehmen.
Bitte bringen Sie einen Laptop mit, auf den Sie Daten von unserem E-Learning-Portal herunterladen können. Beispiele werden im Format Microsoft Excel® 2007 oder höher bearbeitet. Wenn Sie Auswertungen lieber mit Ihrem gewohnten, kommerziellen Programm zur Weibullanalyse durchführen, können Sie dieses natürlich auch gern verwenden.

Der Lehrgang endet am fünften Tag mittags. Im Anschluss daran haben Sie Gelegenheit, die Prüfung zum DGQ-Statistiker für Zuverlässigkeitsanalyse abzulegen. Bitte buchen Sie die Prüfung separat.

Für dieses Training kann Bildungsurlaub (Bildungszeit) in Baden-Württemberg beantragt werden. Weitere Informationen und den Anerkennungsnachweis finden Sie unter Geförderte Weiterbildung & Bildungsurlaub.

Ihr Plus

Unterlagen, Mittagessen und Pausengetränke

  1. 06.05. – 10.05.2019
Frankfurt am Main
L QII ZLA 1901
1.590,– €

Zielgruppe

Mitarbeiter aus Forschung & Entwicklung, Prüfplaner, Projektleiter, Prozesstechnologen, Qualitätsmanager, Experten für Zulieferteile, Mitarbeiter mit Qualitätsverantwortung, interne und externe Auditoren

4 x 5 Tage

Als Alternative zum Besuch der Einzellehrgänge bieten wir den Gesamtlehrgang "Statistik für Wirtschaft, Industrie und Technik" für diejenigen Teilnehmer an, die sich die Fachkenntnisse in komprimierter Form aneignen wollen.

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Lieferantenbewertung

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Lieferqualität

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Prozessüberwachung

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Maschinen- und Prozessfreigabe

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Datenauswertung

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Datenauswertung

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Prüfmittelqualifizierung

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für prüfmittelqualifikation

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Versuchsplanung

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Versuchsplanung

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5 Tage | inkl. Prüfung

Statistische Zuverlässigkeitsanalyse

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DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Zuverlässigkeitsanalyse

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1 Tag

DGQ-Prüfung
DGQ-Statistiker für Wirtschaft, Industrie und Technik (QJI)

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